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Archiv für die Kategorie: Kultur

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Kultur auf drei Rädern: Mit der E-Rikscha durch die StadtpARTie 2026

19. Mai 2026/in Bolle - Lastenrad Einbeck, Events, Kultur/von Martin Keil

Was für eine Woche! Das Team der StadtpARTie Einbeck hat auch 2026 wieder ein enormes Kulturprogramm auf die Beine gestellt. Während dabei viele Konzert- und Ausstellungsorte direkt im Stadtzentrum lagen, waren einige wundervolle Orte wie die Magische Mühle, der Tresor oder die Sertürner Kapelle nicht mal eben fußläufig zu erreichen.

Genau hier kam eine großartige Kooperation ins Spiel: Wir von Bolle Lastenrad Einbeck stellten unsere zwei modernen E-Rikschas als kostenlosen Shuttle-Service zur Verfügung.

Begeisterung auf allen Seiten

Die Resonanz war schlichtweg überwältigend. Dank des unermüdlichen Einsatzes der ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrer der StadtpARTie wurden die Rikschas zum echten Festival-Highlight.

Musik ist Trumpf

Wieder einmal hat Bolle dazu beigetragen, einen Moving Act in Einbecks Innenstadt zum echten Erlebnis-Highlight zu machen.

Und dabei waren Nicole Johänntgen und ihre Band von Kultur im Esel zunächst eigentlich ausschließlich als fulminante Bühnenshow in der Alten Synagoge eingeladen worden.

Nun – wenn alle Kulturschaffenden zusammenarbeiten, dann darf auch genre mal mehr entstehen, als man geplant hat!

Die Stimmung war auf beiden Seiten der Pedale fantastisch:

„Ich wollte unbedingt zur Sertürner Kapelle, aber der Weg war mir zu weit. Der Rikscha-Service war meine Rettung – und die Fahrt hat riesigen Spaß gemacht!“ – so ein glücklicher Festivalgast.

„Man kommt während der Fahrt total unkompliziert ins Gespräch. Alle waren super dankbar und die Stimmung war einfach ansteckend!“ – ein ehrenamtlicher Rikscha-Pilot.

Nachhaltig verbunden

Das Projekt zeigt, wie wunderbar ehrenamtliches Engagement und kluge Mobilität Hand in Hand gehen. Kultur wird dadurch barrierefreier und verbindet die Orte unserer Stadt noch enger.

Ein riesiges Dankeschön an alle Ehrenamtlichen der StadtpARTie Einbeck für ihren ausdauernden Einsatz im Sattel!

Während der StadtpARTie haben wir übrigens nicht nur neue begeisterte Rikscha-Fahrer:innen kennenlernen dürfen, sondern auch einen neuen und sehr versierten Mechaniker, der uns bereits während der StadtpARTie 2026 dabei geholfen hat, die Lenkung der Van Raam Rikscha wieder wunderbar leichtgängig zu machen – herzlichen Dank hierfür an Uli!


Große Räder brauchen auch großen Support

Die Rikschas konnten zur StadtpARTie auch rollen, weil sie hierfür ordentlich in Schuss gesetzt wurden bzw. werden konnten. Kurz vor der StadtpARTie 2026 gab z.B. der Akku an der Van Raam Rikscha seinen Geist auf. Glücklicher Weise hat sich die AKB Stiftung Einbeck bereiterklärt, die von uns vorwiegend im Inklusionsbereich eingesetzte Van-Raam Rikscha durch die Finanzierung eines neuen Akkus wieder zum Laufen zu bringen. Wir sagen hierfür noch einmal herzlich Dankeschön.

https://bolle-lastenrad.de/wp-content/uploads/2026/05/Bolle-Rikschas-zur-StadtpARTie-2k-pxl.jpg 1125 2000 Martin Keil https://bolle-lastenrad.de/wp-content/uploads/2025/02/Logo-Bolle-quer-WS-Header-weiss.png Martin Keil2026-05-19 01:40:152026-05-19 02:29:43Kultur auf drei Rädern: Mit der E-Rikscha durch die StadtpARTie 2026

Die letzte Radtour oder Taxi to heaven

4. Februar 2025/in Bolle - Lastenrad Einbeck, Bolle plant, Kultur/von Martin Keil

Auch über folgende zwei Dinge machen wir uns seit einiger Zeit gerne und immer mal wieder Gedanken:

  • Welche weiteren regelmäßigen professionellen Anwendungsfälle für Lastenräder können wir in unserem Lebensumfeld noch etablieren?
  • Wie könnte wohl unsere letzte Radtour in einem gerne noch größeren Zeitraum eigentlich konkret aussehen?

Nun, wir haben diese beiden gedanklichen Aufgabenfelder schon vor längerem übereinandergeschoben. Dabei sei gesagt: Der klassische schwarze Transporter war schon immer ein No-Go für mich persönlich. In Deutschland scheint mir bei vielen Menschen der Bezug zum Tod verloren gegangen zu sein. Bloß anonym bleiben und möglichst ohne großes Aufsehen diesen unsäglichen Moment von Profis erledigen lassen. Der Leichenwagen ist dann dabei schwarz oder grau, hat Gardinen und wenn er zu ist, dann ist er zu.

Wenn man nun einige dieser regelmäßigen Attribute der „Bestattungslogistik“ einfach mal umkehrt, dann ensteht bei uns folgendes Bild:

Regelmäßige Bestattungslogistik:

  • Farbe Schwarz
  • Wahrnehmung: diskret, anonym
  • Dauer der Fahrt: entsprechend der Länge der Strecke
  • CO2-Emmission: enstsprechend des Autos
  • Chauffeur: Bestattender

Nachhaltige und eindrückliche Bestattungslogistik:

  • Farbe: am liebsten gelb
  • Wahrnehmung: ist ja kein Geheimnis
  • Dauer der Fahrt: gerne möglichst langsam
  • CO2-Emmission: bitte 0,0
  • Chauffeur: gerne auch eine nahestehende Person

Nun, es gibt noch viele weitere Dinge, die man hier gegenüberstellen könnte. Bestatter sind in der Regel sehr emphatische Menschen und gehen sehr gerne auf die im Vorfeld vom Verstorbenen geäußerten persönlichen Wünsche ein.

Für mich dann bitte eine Bestattung mit dem Lastenrad, in gelb, verbunden mit ’ner coolen und gerne langen critical mass durch die Stadt und das ganze bitte emmissionsfrei. Auf dem Sattel vor mir würde ich mich dann über ein Familienmitglied freuen. Eh voila:

Ein optimaler Anhänger für die letzte Radtour ist unserer Ansicht nach der Carla Cargo. Ein ohnehin himmlicher Fahrradanhänger, der extrem flexibel ist, super leicht rollt und standardmäßig auch eine fast ausreichend große Ladefläche hat. Fast, denn mit einer Ladeflächenlänge ab Werk von 165 cm reicht er eben doch noch nicht ganz. Ein Stadardsarg steht auf der Standard-Carla hinten etwas über..

Naja, wir haben mit der Firma Weißenborn Maschinenbau ja auch super Schlosser hier in Einbeck. Somit haben wir unseren nagelneuen Carla Cargo im Wert von etwas mehr als 3.000 Euro mal eben durchschneiden lassen….

…und im Nullkommanix verlängert bekommen. Man beachte, dass der Anhänger nicht nur länger geworden ist, sondern jetzt auch eine senkrechte Railing-Stütze mehr aufzuweisen hat.

Erstmalig der Öffentlichkeit werden wir das Lebensabschiedsfest-Mobil zum Lastenradmakrt beim Forum Freie Lastenräder am 8. März in der Einbecker Innenstadt präsentieren. Kommt vorbei – es lohnt sich in vielerlei Hinsicht. Vor allem auch für die, die Lust haben, das Lastenrad auch noch zu Lebzeiten voller Freude nutzen zu wollen 🙂

Als alternatives Zuglastenrad zum Chike können wir uns im Moment auch sehr gut eine Rikscha von Radkutsche vorstellen. hier mal eine kleine Visualisierung:

Wir finden, dass die Kombination aus einer dreirädriger Rikscha als Zugfahrrad und einer den Sarg tragenden Carla Cargo im Grunde auch sehr schön wäre…. – denn hier könnte dann z.B. die Familie der verstorbenen Person direkt mitfahren bzw. könnte einer aus der Familie das Rad auch selbst steuern. Der Tod wird nicht in ein dunkles schwarzes Auto verbannt, das eine in der Regel unbekannte Person steuert, sondern man gibt der verstorbenen Person wirklich das letzte Geleit.

Entdeckt die Rikscha von Radkutsche und auch weitere fulminante Lastenräder von Radkutsche hier!

Update zu diesem Beitrag folgt in Kürze.

https://bolle-lastenrad.de/wp-content/uploads/2025/02/Carla-Cargo-still-short-Headerbild.jpg 811 1189 Martin Keil https://bolle-lastenrad.de/wp-content/uploads/2025/02/Logo-Bolle-quer-WS-Header-weiss.png Martin Keil2025-02-04 00:04:592025-02-05 00:09:39Die letzte Radtour oder Taxi to heaven

Hansestadt Lübeck ist dabei!

24. Oktober 2023/in Bolle plant, Events, Hanse Bier Treck, Kultur, Politik, Verkehrswende-Initiative/von Martin Keil

Die Netzwerkarbeit für den Hanse BierTreck hat begonnen

Mehr als 400 Jahre lang prägte die Hanse Wirtschaft, Handel und Politik im nördlichen Europa. Heute knüpfen die Hansestädte mit dem Städtebund DIE HANSE wieder an ihre große Vergangenheit an und wir gehen mit an Bord. Wir lieben es Menschen, Kultur und Geschichte zusammen zu bringen. Wir arbeiten aktiv an einer klimafreundlichen Bewegung sowie Transportkultur und wir sind der Meinung, dass es an der Zeit wird frischen Wind und kühles Bier über die historische Hanseroute zu bringen. Natürlich brauchen wir für unser Vorhaben des Hanse BierTrecks viele viele Partner und Netzwerke – so haben wir uns sehr gefreut, dass Kristin Fechner vom Hansemuseum und Stefanie Bischof, Hansemanagerin beim Internationalen Städtebund DIE HANSE spontan Zeit für unsere Idee hatten. Es war ein tolles Ideen-Ping-Pong bei dem wir sehr beseelt und guter Dinge für unseren Hanse Treck weitergezogen sind. In den nächsten Monaten werden wir noch weitere Hansestädte besuchen und ins Boot holen. Unter anderem Alfeld, Hildesheim, Hannover, Uelzen und Lüneburg.

Der Städtebund HANSE hat zum Ziel, das kulturelle Erbe und die hansische Identität in den Mitgliedsstädten zu fördern und sich gemeinsam für ein geeintes und friedliches Europa einzusetzen. Wesentliche Themen der Zusammenarbeit sind Tourismus, Kultur und Nachhaltigkeit – was uns besonders freut, da es auch unsere Themen und unser Engagement ausmacht Menschen und Orte in Netzwerken gemeinsamer Geschichte und gemeinsamen Erbes zusammenführen.

WICHTIG: Alle Infos zum Hansebiertreck 2024 werden zentral unter www.ein.bike präsentiert. Wir wünschen viel Spaß beim Entdecken dieses spannenden Projektes!

https://bolle-lastenrad.de/wp-content/uploads/2023/10/VA_Einbeck_bikeBierTreck_2024_v1-scaled.jpg 1391 2560 Martin Keil https://bolle-lastenrad.de/wp-content/uploads/2025/02/Logo-Bolle-quer-WS-Header-weiss.png Martin Keil2023-10-24 22:27:112024-01-30 01:37:20Hansestadt Lübeck ist dabei!

HANSE-BIERTRECK nach Lübeck

20. September 2023/in Bolle - Lastenrad Einbeck, Bolle plant, erFAHRrungen, Events, Kultur, Uncategorized, Verkehrswende-Initiative/von Martin Keil
Weiterlesen
https://bolle-lastenrad.de/wp-content/uploads/2023/09/Lastenrad_Logo_Biertreck.png_lang.png 1240 2362 Martin Keil https://bolle-lastenrad.de/wp-content/uploads/2025/02/Logo-Bolle-quer-WS-Header-weiss.png Martin Keil2023-09-20 12:35:432024-01-30 01:41:50HANSE-BIERTRECK nach Lübeck

Die Einbecker Bier-Bannmeile ERFAHREN

20. September 2023/in Bolle - Lastenrad Einbeck, Bolle plant, Events, Kultur/von Martin Keil

BockBierJahr Radtour

Im Rahmen des Einbecker „Bockbierjahres 2023“ lud der ADFC dazu ein, die Einbecker Bier-Bannmeile mit dem Fahrrad abzufahren und zu erkunden. Als Orientierung dienten den Radfahrfreunden die acht Bannmeilen-Gedenksteine, die im Jahr 1978 von der Einbecker Brauhaus AG an allen Stellen aufgestellt worden waren, an denen einst entlang der Einbecker Bannmeile Wachtürme der Einbecker Landwehr standen. Die Einbecker Landwehr, auch als Einbecker Feld bezeichnet, war gemeinschaftlich genutzter Grund, der vornehmlich zur Selbstversorgung der innerhalb der Stadtmauern lebenden Bürger diente. Gartenpartien, Weide- und Hutland, bewirtschaftete Waldstücke zur Holzversorgung, aber auch Hopfengärten waren innerhalb des Bannmeilenkreises zu finden.

Die Strecke von Gedenkstein zu Gedenkstein betrug rund 50 km. Tourleiter Martin Ruppaner vom ADFC konnte sich an diesem herrlichen Septembertag über insgesamt 24 Teilnehmer freuen, die gemeinsam auf ihren Drahteseln zu dieser historisch anmutenden Tour angefahren waren. Mit von der Partie waren auch Martin und Patricia Keil, die als Mitorganisatoren des Einbecker „Bockbierjahres 2023“ an diesem Tag auf BOLLE Lastenrädern die Gruppe ein Stück weit begleiteten. Sie verrieten, dass sie diese Tour bereits als kleine Übung für den im Rahmen des kommenden „Mobilitätsjahres 2024“ geplanten Lastenrad-Biertreck von Einbeck nach Lübeck betrachten würden.

Schließlich wurden alle einstigen Wachtürme an diesem Tag angesteuert. Erster Zielpunkt war der im Süden der Stadt gelegene Reinser Turm. Weiter ging es über den Pinkler Turm und den Klapper Turm. Kleine Abstecher zu schönen Einbecker Lieblingsplätzen machten die Tour noch einmal reizvoller. So bot ein Aussichts-Stopp an der „Streuobstwiese Bartshäuser Turm“ einen herrlichen Blick auf die traditionsreiche Bierstadt Einbeck. Mitinitiator der Einbecker Streuobstwiese, Herr Werner Arzeus, hat die große Radfahrergruppe mit Kaltgetränken zwischen den liebevoll gesetzten Obstbäumen empfangen und das einst als „Streuobstwiese for future“ gestartete Naturprojekt

Weiter ging es über den Kuventhaler Turm hin zum Hube Turm, wo die verdiente Mittagspause eingelegt wurde. Einen weiteren Höhepunkt und auch Höhenpunkt stellte die Visite der just in der Sanierung befindlichen Greener Burg dar. Die Bergetappen hatten es im Hinblick auf die Höhenmeter durchaus in sich und strengten die Waden schon etwas mehr an. Somit wurde an der Greener Burg noch einmal pausierte. Zurück nach Einbeck ging es dann über den schönen Leine-Heide-Radweg. Am Leineturm entstand sodann das Gruppenfoto der Bannmeilen-Radfahrer. Als letzter Turm kurz vor den östlichen Toren der Stadt wurde dann auch noch der Gedenkstein des Roten Turms passiert.

Zurück in der Einbecker Innenstadt endete die Tour an der TangoBrücke, wo es dann noch einmal eine große Auswahl an verschiedenen Einbecker Bieren zu verköstigen gab. Die Einbecker Brauhaus AG hatte hier im Vorfeld bereits für die Bannmeilen-Radfahrer die Kühlschränke gefüllt. Mit Radler alkoholfrei oder auch Bockbier konnte in der frühabendlichen Herbstsonne so gemeinsam auf die schöne Tagestour zurückgeblickt werden.

Funfact: Der Durchgangsverkehr wurde einst durch die Landwehr auf Wege gelenkt, die von Türmen aus kontrolliert werden konnten. Innerhalb der Landwehr-Grenzen gab es nur Einbecker Bier.

https://bolle-lastenrad.de/wp-content/uploads/2023/09/2023-09-Bannmeilen-ADFC-Tour-31.jpg 750 1000 Martin Keil https://bolle-lastenrad.de/wp-content/uploads/2025/02/Logo-Bolle-quer-WS-Header-weiss.png Martin Keil2023-09-20 11:52:182023-09-21 12:45:07Die Einbecker Bier-Bannmeile ERFAHREN

Lastenräder verleihen Flügeln Flügel

21. März 2023/in Bolle - Lastenrad Einbeck, Kultur/von Martin Keil

Im Rahmen der FEUERWERK Klavierakademie müssen Jahr für Jahr eine ganze Reihe von Konzertflügeln von einer Bühne zur anderen transportiert werden.

Dieses Jahr wird z.B. erstmalig ein Konzert im Sudhaus der Einbecker Brauhaus AG stattfinden.

Auch hier haben wir einen Flügel hingebracht. Und ganz klar, dass wir dazu ausschließlich Lastenräder nutzen.

https://bolle-lastenrad.de/wp-content/uploads/2023/03/2023-03-20-Bolle-Fluegeltransport-016.jpg 898 1200 Martin Keil https://bolle-lastenrad.de/wp-content/uploads/2025/02/Logo-Bolle-quer-WS-Header-weiss.png Martin Keil2023-03-21 10:09:092023-04-04 23:49:17Lastenräder verleihen Flügeln Flügel

Erster Einbecker Rufbus gut angenommen

26. Februar 2023/in Bolle-Dorflastenrad, Events, Kultur, Politik, Verkehrswende-Initiative/von Martin Keil

„Machen und Lachen“ ist ein Motto, dem die Lastenradinitiative „Bolle“ jüngst zum närrischen Karnevalsumzug in Holtensen wieder einmal mit großer Einsatzfreude folgte. In Holtensen konnte im Sommer letzten Jahres das erste Dorflastenrad im Stadtgebiet Einbeck eingeführt werden. Mit Hilfe des Sponsors RENOLD als in Holtensen / Juliusmühle ansässigem Unternehmen konnte ein hochwertiges Yuba-E-Lastenrad inklusive eines Carla Cargo Anhängers angeschafft werden. Das Gespann kann von den Bewohnern des Dorfes kostenlos ausgeliehen werden. Das Dorflastenrad stellt seitdem eine Möglichkeit dar, der „Alternativlosigkeit“ zum Auto für auf dem Dorf lebende Menschen die Stirn zu bieten. Das Dorflastenrad wird regelmäßig ausgeliehen und ist seit seiner Einführung mal im Einbecker Stadtbild, regelmäßig auf Supermarktparkplätzen in Markoldendorf oder auch oft als Familienkutsche bei Sonntagsausflügen zu sehen.

Das Dorflastenrad und auch das private E-Bike stellen aber natürlich nur eine Möglichkeit dar, die Mobilität auf dem Dorf vom Auto unabhängiger zu machen. Nicht jeder kann oder mag den Weg zum Einkaufen, zum Arzt oder zum Ausflug in die Umgebung auf dem E-(Lasten-)Rad zurücklegen. Gerade ältere Menschen und Kinder, die im Stadtgebiet bereits allein unterwegs sein können, brauchen einen öffentlichen Personennahverkehr, der sich mehr an ihren Bedarfen als an einem meist recht ausgedünnten starren Fahrplan orientiert. Hier kommen schon seit Jahren in vielen deutschen Kommunen sogenannte Rufbusse zum Einsatz. Ein Rufbus wird telefonisch oder per App gebucht und fährt nur, wenn auch Buchungen vorliegen. Solche Modelle sparen im ersten Schritt schon einmal umweltschädliche Leerfahrten. Ökologisch noch sinnvoller und dabei viel stärker auf die Bedarfe der Fahrgäste angepasst sind sogenannte Bedarfsverkehre.

Bei solchen innovativen Nahverkehrsangeboten können Per App oder Telefon barrierefreie Fahrzeuge bequem zu einer Vielzahl von Haltestellen im Stadtgebiet bestellt werden. Es gibt keinen starren Fahrplan oder festgelegte Routen. Innerhalb des Bediengebiets kann jede Verbindung (Haltestelle zu Haltestelle) gebucht werden. Durch das flexible System entstehen kurze Reisezeiten, kurze Wege zur Haltestelle, da zusätzliche Haltepunkte angeboten werden können, keine Aufpreise zum regulären Linienverkehr, Buchungen können spontan oder auch über Tage im Voraus platziert werden und die Bezahlung kann auch direkt per App erfolgen.

„Ich finde es prima, dass von Bolle das Thema bedarfsorientierter ÖPNV auf dem Dorf im Rahmen des Karnevalsumzuges aufgenommen wurde. Das Leben auf dem Dorf sollte durch eine stetige Weiterentwicklung des Mobilitätskonzeptes immer noch interessanter gemacht werden, wobei wir hier in Holtensen aufgrund der Linie Einbeck Dassel noch relativ gut angebunden sind. Auf abgelegeneren Dörfern Einbecks könnte der bedarfsorientierte ÖPNV den Lebensstandard sicherlich noch signifikanter steigern.“ so Thomas Kahle, Ortsbürgermeister von Holtensen.

Ein Beispiel dafür, dass ein öffentlicher Bedarfsverkehr funktioniert und für die Mensch merklich die mobile Flexibilität steigert ist zum Beispiel das G-Mobil im nahe der holländischen Grenze gelegenen Gronau. „Bolle“ findet einen solchen modernen Bedarfsverkehr klasse. Statt lange auf die Einführung zu warten hieß es zum Karneval in Holtensen also „machen und lachen“. Mit einem höchstflexiblen „RUFBUS“ in Form eines VOWAG-Lastenrades als Zugmaschine und einem Pritschenanhänger bestückt mit drei Gartenbänken konnten bis zu 12 Personen im Rahmen des Karnevalsumzuges höchst individuell den umweltfreundlichen Shuttle nutzten. Die an den Straßen stehenden Karnevalsfreunde konnten sich ganz spontan zu einer Mitfahrt entscheiden. Der erste „RUFBUS“ im Stadtgebiet Einbeck wurde dabei ausgesprochen gut angenommen.

Unser Dank gilt an dieser Stelle ganz besonders:

  • Die Holtenser Karnevalsfreunde für die freundliche Einladung – vielen Dank, wir hatten viel Spaß
  • Dem Einbecker Lastenrad-Hausmeister: Wer ihn noch nicht kennt, der sollte ihn mal buchen. Sei es, den Garten in Schuss zu bringen, sei es, die Wohnung zu Renovieren oder eben das komplette Haus in Ordnung zu bringen. Christian hat alles im Blick und weiß auch, wie man ’nen Cargoanhänger im Null-Kommo-Nix zu einem Ruftaxi umbaut. Danke Christian.
  • Weißenborn Maschinenbau GmbH – immer wieder steht uns das Team Weißenborn mit Rat und Tat zur Seite, wenn es darum geht, unsere Lasten-Stahlrösser umzubauen und für den praktischen Einsatz startklar zu machen. Unser großer Pritschenanhänger hat für unseren Einsatz als Cargoanhänger bzw. Rufbus diesmal eine komplett neue Anhängekupplung bekommen. Herzlichen Dank für die professionelle Unterstützung.
https://bolle-lastenrad.de/wp-content/uploads/2023/02/2023-02-25-Rufbus-Karneval.jpg 316 832 Martin Keil https://bolle-lastenrad.de/wp-content/uploads/2025/02/Logo-Bolle-quer-WS-Header-weiss.png Martin Keil2023-02-26 17:38:262023-03-01 16:37:26Erster Einbecker Rufbus gut angenommen

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